
DIE
JAYAWICKREME STIFTUNG IN WELIGAMA, SRI LANKA
 Die
Jayawickreme Stiftung wurde im Dezember 2001 als strikt unpolitische,
konfessionsübergreifende und unkommerzielle Organisation gegründet.
Ihr Motto lautet: Vision – Hoffnung, Mission – Hilfe. Die
Stiftung hilft den Ärmsten der Armen in Weligama, ein menschenwürdiges
Leben zu führen.
Schwerpunkt der Armutsbekämpfung
sind die bisher 3 Jayawickreme Ausbildungszentren, deren Besuch kostenlos
ist. Morgens werden sie als Kindergärten und nachmittags als Intensivklassen
genutzt, in denen Englisch und Tamilisch unterrichtet werden. 600 Kinder
aus sozial- und einkommensschwachen Familien besuchen diese Zentren. Eine
Kinder- und Jugendbücherei gehört ebenfalls dazu.
Außerdem hat
die Stiftung bisher 46 Armutshäuser für bitterarme Familen gebaut,
die in schrecklichen, düsteren Lehmhütten hausen. Rund 600 Familien
leben noch unter solch menschenunwürdigen Zuständen. Über
700 Existenzgründungsprojekte garantieren vorher erwerbslosen Menschen
heute ein festes Einkommen. In der Seniorentagesstätte werden 40
alte Menschen, die keine Rente bekommen, täglich versorgt. Regelmäßige
Schenkungen lindern die Not der bedürftigen Kinder und Erwachsenen.
Weligama liegt im
Matara-Distrikt im Süden von Sri Lanka. Die Südprovinz ist einer
der ärmsten Teile des Landes. In dieser ländlichen Gegend, in
der die Jayawickreme Stiftung tätig ist, herrscht eine Arbeitslosenquote
von etwa 80%. Mehr als 8600 Familien leben im diesem ländlichen Teil
Weligamas unterhalb der Armutsgrenze. Diese Menschen brauchen dringend
Hilfe, um aus dem Teufelskreis “Armut” herauskommen zu können.
Weligama hat rund 140.000 Einwohner, von den etwa die Hälfte in der
Küstenregion und die andere Hälfte in ländlichen Gebieten
lebt.
Die Jayawickreme
Foundation wurde mit dem Friedenstagepreis 2006 der 32. Kirchheimbolander
Friedenstage ausgezeichnet. Die Jayawickreme Stiftung "kümmert
sich in vorbildlicher Weise um die Themen 'Leben und Menschenwürde'
", heißt es u.a. in der Laudatio.
Der Vorsitzende der
Stiftung ist Sujith Jayawickreme, Nachkomme einer Familie von Plantagenbesitzern
und Philanthropen. Sein Ur-Großvater ist der als „Mudliyar“
bekannte David Martin Samaraweera, im Volksmund der Vater Weligamas genannt,
einer der bekanntesten Wohltäter Sri Lankas, der für seine humanitären
und sozialen Verdienste von den Briten ausgezeichnet wurde.
Susanne Loos-Jayawickreme
lebt seit 1994 in Weligama. Sie ist Journalistin und Sekretärin der
Familienstiftung. Sie wurde u.a. von der „United Organization of
all Island Communities – Sri Lanka“ als erste Ausländerin
mit dem hohen Ehrentitel „Deshamanya“ für ihre herausragende
Arbeit auf dem Gebiet der humanitären und sozialen Hilfe ausgezeichnet.
2006 hielt sie einen weit beachteten Vortrag über die Situation der
alten Menschen nach Tsunami vor dem Sozialkomitee der UNO in New York.
In Deutschland arbeitete sie für die Ferencyy Presse Agentur in München
und als langjährige Redakteurin für die NRZ- Neue Ruhr/Rhein
Zeitung der WAZ Gruppe, Essen.
Gemeinsam
können wir viel bewegen: Die bedürftigen Menschen in Weligama
mit ihrem Glauben, ihrer Zuversicht, ihrer großen Freude und Dankbarkeit
über die Hilfe aus dem fernen Deutschland; die armen Kinder, die
die Chance zu lernen so begeistert aufnehmen und begierig immer mehr wissen
und erfahren wolle; Sie liebe Spenderinnen und Spender, ermöglichen
diese dringend notwendige Armutsbekämpfung, die wir - die Jayawickreme
Stiftung - durch unseren unermüdlichen Einsatz und Arbeit vor Ort
in die Tat umsetzen.
Jeder, der
mitmacht - ob in Deutschland oder Weligama - kann sehr
stolz auf diese Leistung sein, denn in der heutigen Zeit ist es nicht
selbstverständlich Mut zu haben, sich zu begeistern, zu teilen, zu
helfen und zu lindern.
Lassen Sie uns weiterhin
gemeinsam helfen, diesen Teufelskreis “Armut” zu durchbrechen.
Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam helfen, den armen Kindern eine gute
Ausbildung zu ermöglichen, sodaß sie den sozialen Aufstieg
schaffen und nicht Opfer von Pädophilen, Kinderarbeit, Prostitution
und Drogen werden.
Ihre Spenden sind
hochwillkommen. Die Jayawickreme Stiftung legt großen Wert auf den
persönlichen Kontakt zu ihren Spendern. Die Jayawickreme Stiftung
ist als Charity von der Sri Lankischen Regierung anerkannt und unter der
Nummer S3/6/01 registriert.
Commerzbank
Zirndorf:
Förderverein SRI LANKA Hilfe - Jayawickreme Foundation
Kontonummer
1809110
Bankleitzahl
76240011
Spendenquittungen
werden auf Wunsch ausgestellt. Bitte Namen und Adresse deutlich schreiben.
Egal ob Privatperson,
Gruppe oder Firma, jede Spende, jeder Cent hilft, um Armut und Leiden
zu verringern. Projekte können auch gerne “adoptiert”
werden.
Ihre kontinuierliche
Hilfe und Unterstützung ist so wichtig für uns, damit wir unsere
Arbeit auch weiterhin so erfolgreich fortsetzen können, das Leben
der Ärmsten der Armen durch Hilfe zur Selbsthilfe zu erleichtern,
ihnen dabei zu helfen, unabhängig zu werden und Verantwortung für
ihr Leben zu tragen, sowie den bedürftigen Kindern eine bessere Zukunftschance
zu geben, sodaß sie ein Leben in Würde führen werden können.
Herzlichen Dank.
Sujith und Susanne
Jayawickreme
ARMUTSBEKÄMPFUNGSPROJEKTE
IM LÄNDLICHEN WELIGAMA:
1) Jayawickreme
Stiftung Ausbildungszentren mit je 3 kostenlosen Englischschulen und Kindergärten
sowie Kinder- und Jugendbücherei.
2) Seniorentagesstätte
3) Armutshäuser
4) Existenzgründungsprojekte
5) Mikrofinanzierung
6) Hilfe für klerikale Einrichtungen
7) Soforthilfe für Menschen in Not
8) Schenkungen in Sonntagsschulen, Kindergärten und Schulen
Leben
in bitterer Armut – Weihnachten 2007:
Kavinda
(7) träumt von einem trockenen Bett
Der Himmel
ist grau. Aus dicken, düsteren Wolkenungetümen schütten
wahre Regenfälle auf die kleine trostlose Hütte hinab. Durch
rissige Dachziegel tropft es leise auf den nackten Lehmboden. Schnell
fließen kleine Rinnsale aus dem tristen Holzverhau hinaus in den
klebrigen Matsch und münden in schlammige Pfützen.
Kavinda guckt
ganz traurig aus seinen großen, schönen braunen Augen. Regenwasser
rinnt an der dreckigbraunen, wackeligen Wand aus brauem Pappkarton hinunter
und spritzt auf seinen Schlafplatz, der sich dahinter verbirgt. Wie so
oft muß der siebenjährige Schüler sich dort in der pappigen
Feuchtigkeit zusammenrollen, die schneeweißen Zähne zusammenbeißen
und irgendwie versuchen einzuschlafen, denn am nächsten Morgen muß
er fit sein für die Schule.
Kavindas
Vater Priyantha ist einer der vielen Tagelöhner, der versucht seine
Familie mit Gelegenheitsjobs irgendwie durchzubringen. Er hilft auf Baustellen
aus, verdingt sich auf Plantagen. Wo immer er einen Job ergattern kann,
er nimmt ihn klaglos an. An guten Tagen verdient er bis zu 500 Rupien
pro Tag, das sind im Moment rund 3 Euro.
Aber leider
findet Priyantha nur Arbeit an regenlosen Tagen, denn wenn der Regen stürmt,
gibt es keine Außenjobs. Weligama liegt genau in der Schnittstelle
von zwei Monsunzeiten. Das heißt im Klartext, daß etwa gute
acht Monate lang Regenstürme toben und nur rund vier Monate lang
die Sonne scheint.
Da fällt
es schwer, für eine Familie zu sorgen. Kostete ein Laib Weißbrot,
das 500 Gramm wiegen soll, aber oft nur 450 g leicht ist, vor 2 Jahren
noch 12,50 Rupien, so müssen die Menschen dafür heute mindestens
34 Rupien aufbringen. Die Preise, sprich Lebenshaltungskosten, steigen
fast täglich. Es herrscht eine anhaltende Inflation in diesem Dritte-Welt-Land,
in dessen Norden Krieg herrscht, unter dem die gesamte Bevölkerung
zu leiden hat.
Das ist der
erbarmungswürdige Alltag für Kavinda, seinen zweijährigen
Bruder Sakun und seine Eltern. Leben in bitterer Armut im ländlichen
Sri Lanka. Kavinda lebt in Denipitiya, einem Dorf, das zu Weligama im
Süden der Insel gehört. Keine Spur von tropischer Romantik unter
wiegenden Palmen. Auch keine Spur von festlicher Weihnachtsstimmung, die
sich in der Hauptstadt Colombo und vielen Haushalten landesweit ausbreitet.
Trotz aller
Bürden haben Vater Priyantha und Mutter Nilunka es vor vier Jahren
mühsam geschafft, sich diese zugige Holzhütte zusammenzuzimmern.
Ein Aufstieg aus dem absoluten Elend – sie hausten bis dahin in
einer finsteren, bröckeligen Lehmhütte. Viele Väter verzweifeln
an ihrem aussichtlos scheinenden Schicksal - der Armut. Sie sehen keinen
anderen Ausweg außer der fatalen Flucht in den Alkohol oder auch
Selbstmord, wenn sie sich im Schuldenberg total festgefahren haben.
Kavindas
Eltern aber packen an. Sie wollen ein besseres Leben für ihre beiden
Söhne und sich. Ein besseres Leben heißt auch ein kleines Haus
aus dem Armutshausprogramm der Jayawickreme Stiftung. Sie haben sich um
ein Armutshaus beworben, das aus Spenden finanziert wird.
Die Stiftung
hat bisher über 40 Armusthäuser gebaut seit ihrer Gründung
2001. Das Leben hat sich für alle neuen Hausbesitzer bisher zum Besseren
verändert. Die Zensuren der Kinder haben sich verbessert und sie
bringen jetzt auch stolz Schulkameraden mit nach Hause. Vorher haben sich
diese armen Kinder ihrer Armut geschämt und niemanden in die Verschläge
mitbringen wollen. Jetzt sind sie selbstbewußt geworden.
Die Erwachsenen
sind aus ihrer verzweifelten Lethargie herausgekommen und haben sich Arbeit
gesucht, um die neuen Häuser in Ordnung zu halten, sich eigenverantwortlich
zu verbessern. Der erste eigenständige Schritt aus der Armut heraus
in ein besseres Leben hinein ist geschafft. Nun ist Geld vorhanden, um
das Haus sauber zu halten, kleine Anschaffungen zu machen, Nahrung und
Kleidung zu kaufen. Das Leben hat für sie jetzt Sinn und Inhalt bekommen.
Diese Menschen
sind aktiv geworden, um den neu erfahrenen Standard zu erhalten und wenn
möglich, sogar zu verbessern. Alle neuen Hausbesitzer hatten auf
einmal den nötigen Antrieb, Selbstvertrauen und Mut, sodaß
sie aus eigener Kraft die soziale Leiter ein Stückchen nach oben
klettern konnten. Genau das ist das Ziel der Stiftungsarbeit, die Hilfe
zur Selbsthilfe.
Kavinda geht
ins zweite Schuljahr. Wenn er nicht gerade büffelt, spielt er gerne
Cricket mit den Nachbarskindern. Das ist der Nationalsport. Die nötigen
Schläger und Tore basteln sie aus Zweigen, Ästen und alten Besenstielen.
Die Kids spielen barfuß. Wenn überhaupt, reicht das wenige
Geld gerade mal für Gummischlappen, damit sie nicht barfuß
in die Schule gehen müssen.
Lernen macht
ihm großen Spaß. Er geht gerne zur Schule. Blitzschnell kommt
die Antwort auf die Frage nach seinem späteren Beruf: Kavinda will
Soldat werden. Das weiß er mit seinen 7 Jahren schon ganz genau,
sagt er stolz und wischt sich Regentropfen aus dem traurigen Gesicht.
Warum will
er Soldat werden? Zeitungen, Radio und Fernsehen sind täglich voller
Kriegesnachrichten. Viele arbeitslose Jugendliche melden sich freiwillig
an die Front, auch aus Kavindas Dorf. Das ist ein festes Einkommen. Er
ist mit den Kriegsnachrichten aufgewachsen, er kennt es nicht anders.
Kavinda wächst immer noch mit Kriegsgesprächen auf. Sein kleiner
Bruder Sakun auch.
Von der geschäftigen
Weihnachsstimmung kriegt er nichts mit. Sie schwappt nicht über in
sein Dorf. Aber Kavinda glaubt an Wunder. Und Wunder geschehen auch in
diesem Teil der Welt. Eine Spende kann wahre Wunder bewirken.
Skeptisch
blickt Kavinda in die dunklen Wolken, die über die armselige Holzhütte
seiner Eltern hinwegziehen. Bald ist es Nacht. Der Regen tropft immer
noch durchs brüchige Dach auf den nackten Lehmboden in der düsteren
Hütte. Das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Kavinda wird sich
bald auf seiner Schlafstelle zusammenrollen und in der klammen Feuchtigkeit
träumen. Er träumt von einem kleinen Haus, in dem ein trockener
Schlafplatz für ihn ist.
In den vielen,
kleinen Dörfern im ländlichen Weligama fristen über 600
Familien ein solch herzzerreißendes, menschenunwürdiges Dasein
wie der kleine Kavinda und seine Familie. Und sie alle hoffen auf eine
bessere Zukunft. Ein kleines Haus ist der Anfang, aus dem Elend heraus
zu kommen, neuen Lebensmut zu schöpfen. Es ist der erste große
Schritt in ein würdevolles Leben.
Bitte unterstützen Sie unser Armutshäuserprogramm. Jeder Euro
hilft.
Commerzbank
Zirndorf:
Förderverein
SRI LANKA Hilfe - Jayawickreme Foundation
Kontonummer
1809110
Bankleitzahl 76240011
Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt. Bitte Namen und Adresse
deutlich schreiben.
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